Höhler-Brockmann Restaurierung und Konservierung

Vita

Foto_VitaNach meiner Ausbildung zur Keramikerin bei der Firma Baukeramik Ebinger GmbH in Bad Ems absolvierte ich ein 1 ½ jähriges Restaurierungsvolontariat in den Werkstätten des Technoseum Mannheim. Im Anschluss nahm ich das Studium der Restaurierung und Konservierung an der HTW Berlin auf, welches ich 2012 erfolgreich mit dem Master of Arts abgeschlossen habe. Seither war ich für verschiedene Sammlungen und Projekte tätig. Seit 2013 führe ich freiberuflich in Koblenz mein eigenes Restaurierungsatelier.

Bachelorarbeit: Vampyr Duplex – Gummierhaltung an einem Staubsauger der 30er Jahre, 2009

Die Bachelorarbeit thematisiert die Gummierhaltung anhand eines Kompositobjektes, dem Staubsauger Vampyr Duplex, aus den 1930er Jahren. Es wurde vorab auf den kulturhistorische Kontext sowie die Produktionsgeschichte des Gerätes eingegangen. Ausgehend hiervon wurden ein Restaurierungskonzept sowie die Überlegungen zu den folgenden konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen erstellt. Die Arbeit beschäftigt sich dabei hauptsächlich mit der Reinigung, Erweichung, Klebung, Kittung und Konservierung der Gummikomponenten. Aber auch die Maßnahmen der am Staubsauger vorliegenden Metalle, des textilen Gewebes sowie der im Objekt befindlichen Kunststoffe wurden behandelt. Nach der Diskussion der unterschiedlichen Erhaltungsmöglichkeiten erfolgte die praktische Durchführung am Objekt.

Masterthesis: Gusseiserne Stützen der preußischen Industriearchitektur. Reversibler Korrosionsschutz für die Bewitterung im Freien, 2012

Die  Masterarbeit setzt sich mit der Thematik des transparenten und reversiblen Korrosionsschutzes und seiner Eignung für den Einsatz auf freibewittertem Gusseisen, am Beispiel dreier Stützen des ehemaligen Zentral Vieh- und Schlachthof Berlin, auseinander. Es entwickelte sich die Idee, diese Konstruktionselemente der Berliner Industriearchitektur auf dem Campus der HTW Berlin aufzustellen und unter der Obhut des Studiengangs Konservierung und Restaurierung zur Erforschung von transparenten und reversiblen Korrosionsschutzsystemen zu nutzen. Durch die Erfassung und Dokumentation des Zustandes, werden einleitend die einzelnen Stützen vorgestellt. Darauf folgt eine Aufarbeitung des kulturhistorischen Kontextes, mit dem Schwerpunkt auf das Material Gusseisen, dessen Verarbeitung und den Einsatz in der Architektur. Grundlagen und Bedingungen zur Beschichtung von Metall zum Schutz vor Korrosion werden dargelegt und mit in die Auswahl der Produkte einfließen gelassen. Des Weiteren wird sich mit der Korrosion des Metalls in der freibewitterten Umgebung auseinandergesetzt und die Möglichkeiten des Schutzes evaluiert. Ausgewählte Materialen werden durch künstliche Bewitterung auf ihre Eignung mittels optischer und instrumenteller Methoden bewertet. Aus den gewonnen Ergebnissen werden abschließend Empfehlungen für die Beschichtung der einzelnen Stützen und dem damit einhergehenden Monitoring ausgesprochen.